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Zwiegespräch


Die frischen Blumen, beigesetzt,
in den Gedanken, wie zuletzt,
erscheinen mir so ungerecht.
Hast dir nie viel daraus gemacht,
auch selten welche mitgebracht,
und ist dein Blickwinkel nicht schlecht?

In jede Richtung frag ich stumm,
schau mich dabei verstohlen um,
und stelle mir ein Zeichen vor,
das ich allein nur sehen kann,
im Zwiegespräch von Mann zu Mann,
und hoffe einfach auf dein Ohr.

Du hast so gern Musik gehört,
falls das jetzt nicht den Nachbarn stört,
und viel gelesen, fern gesehn.
Kennst du noch den Geschmack von Bier? -
und weder Steak noch Schnitzel hier! -
ich will nicht bleiben, möchte gehn.

Ein Herz in Trauer und auch Wut -
Hauptsache ist, es geht dir gut -
so eingezäunt und ausgegrenzt.
Gebt Götzen euer letztes Hemd,
der Toten Wünsche ist euch fremd -
wie fein sich diese Welt ergänzt!

Ein letzter Blick auf neues Grün,
dann muss ich meiner Wege ziehn,
ein jedes Treffen kostet Kraft.
Wer weiß, bei welchem Wiedersehn
wir uns doch gegenüber stehn,
wer es zu wem als erster schafft.


Dirk Juschkat, 2010 - Alle Rechte liegen beim Autor.

  

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Dirk Juschkat