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Verlorene Träume


Du lebst dein Leben, fühlst dich gut,
und glaubst an einen Sinn;
bist aufrichtig und du hast Mut,
weißt immer wann wohin. 

Doch ist das alles nur der Schein,
ein Licht, das du verstrahlst;
denn dies ist nicht dein wahres Sein,
mit dem du so schön prahlst.

Du hängst den Zeiten hinterher,
die längst vergangen sind;
wo du geträumt von so viel mehr
und anderem, als Kind.

Dahin willst du so gern zurück,
willst eine neue Chance,
doch niemand zwingt sein großes Glück,
hält alles in Balance.

Und so fehlt dir das Gleichgewicht
für einen festen Tritt;
du suchst, doch findest du es nicht,
und haderst nur damit.

Denn manchmal spürst du den Moment,
der dich zum Träumen bringt;
der dich und diese Sehnsucht kennt,
die aus der Tiefe dringt.

Nur flüchtig, wie zu spät, verpasst,
du ahnst ihm hinterher –
den Traum, den du verloren hast,
träumst du nie wieder mehr.

(aus: "Leise Gedanken", cenarius Verlag 2012)
 

 

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Dirk Juschkat