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Deine Hände


Die Farbe schmutzig grau
und Haut, die aufgefalten;
mit Adern dunkelblau,
kannst eine Last kaum halten.

Doch hast du nie beklagt,
es sei dir was zu schwer;
und nie hast du gesagt,
du könntest es nicht mehr.

Jahrzehntelanges Tun
von morgens früh bis spät –
die Zeit, um auszuruhn,
war immer dünn gesät.

Welch Liebe, welche Kraft,
hast du dadurch gegeben?
Wie viel hast du geschafft
damit in deinem Leben!

Bist lange fort von hier,
von denen, die dich lieben;
die Hände wie Papier –
ein Bild, das mir geblieben.


(Lyrikband „Abgebogen“, cenarius Verlag 2011)
 

 

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Dirk Juschkat